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1897

Die Anfänge der Gallia Judaica

Geburt der Gallia Judaica unter der Leitung von Henri Gross

1903

Die Anfänge der Germania Judaica

Die Idee einer Germania Judaica wird auf Anregung vom Breslauer Rabbiner und Historiker Marcus Brann innerhalb einer Gruppe deutschsprachiger Rabbiner und jüdischer Gelehrter auf einer Ausschusssitzung der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums formuliert.

Juni 1905

Die Arbeit wird aufgenommen

Sitzung des Ausschusses in Breslau; Erarbeitung eines Arbeitsentwurfs veröffentlicht in der Monatsschrift der Gesellschaft.

1907

Präsentation des alphabetischen Verzeichnisses der Ortschaften und der darin enthaltenden Personennamen.

1909

Veröffentlichung von acht Probeartikeln.

1913

Druckvorbereitung der Beiträge zu den Orts- und Landschaftsartikel der Buchstaben A – L

1914-1918

1. Weltkrieg

1917

Vor 100 Jahren

Erscheinung des ersten Teilbandes (A-L) der Germania Judaica I für die Zeit von den Anfängen bis 1238

1920

Das Manuskript mit den Einträgen M-Z der Germania Judaica I liegt der Druckerei zur Begutachtung vor, geht dort allerdings verloren.

1920er Jahre

Ismar Elbogen nimmt sich des Projektes neu an und bittet die Autoren ihre Beiträge zu rekonstruieren. Chaim Tykocinski übernimmt die Abfassung einer Reihe von Artikeln sowie auch die Redaktion der anderen Artikel.

1934

Im ersten Jahr unter der Herrschaft der Nationalsozialisten: Erscheinung des zweiten Teilbandes (M-Z) der Germania Judaica I für die Zeit von den Anfängen bis 1238

1936

Antrag zur Fortsetzung der Germania Judaica bis zum Jahr 1500 durch Dr. Nachum Wehrmann auf der Mitgliederversammlung der Gesellschaft. Dieser Vorschlag fand Anklang, allerdings wurde das Jahr 1348 als Zäsur für die Germania Judaica II festgelegt.

Bis Oktober 1938 liegen bereits mehrere hundert Beiträge zur Redaktion vor. Letzere geraten allerdings im Zusammenhang der Novemberpogrome in die Hände der NS-Behörden. Die Autoren werden von der Gesellschaft gebeten, die Artikel erneut auszufertigen.

1939-1945

2. Weltkrieg

Zu Beginn des 2. Weltkrieges werden 80% der Unterlagen nach London in Sicherheit gebracht. Letztere werden 1954 in die Jewish Historical General Archives nach Jerusalem überführt.

1955

Germania Judaica II

Das neu gegründete Leo-Baeck-Institut überträgt die Aufgabe zur Fortführung der Germania Judaica dem in Haifa ansässigen Dr. Zvi Avneri.

1967

Erscheinung des ersten Teilbands der Germania Judaica II (Einträge A-L)

1968

Erscheinung des zweiten Teilbandes der Germania Judaica II (Einträge M-Z)

1969

Germania Judaica III

Aufnahme der Arbeiten an der Germania Judaica III (1350 -1519). Beauftragt von der Hebräischen Universität Jerusalem tritt Arye Maimon die Nachfolge Zvi Avneri an.

1972

Nouvelle Gallia Judaica

Gründung der Nouvelle Gallia Judaica durch Bernhard Blumenkranz sel. A.

1987

Erscheinung des ersten Teilbandes der Germania Judaica III (Einträge A-L)

1995

Erscheinung des zweiten Teilbandes der Germania Judaica III (Einträge M-Z)

2003

Erscheinung des dritten Teilbandes der Germania Judaica III (Gebietsartikel; Einleitungsartikel und Indices)

Die Herausgeber der Germania Judaica, Mordechai Breuer und Yacov Guggenheim teilen im Vorwort zu Germania Judaica III/3 im Jahr 2003 den Plan zur Fortsetzung des Projekts als Germania Judaica IV für den Zeitraum bis 1620 mit. Dafür werden Kooperationen zwischen der Hebräischen Universität Jerusalem und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf eingerichtet. Erschienen ist der Teilband IV. 2: Landgrafschaft Hessen-Marburg. Die angekündigte digitale Aufbereitung wurde bislang nicht umgesetzt.

2017

Neue Gallia-Germania Judaica

Ambitionierte Wissenschaftler in Deutschland und Frankreich starten ein gemeinsames Pilotprojekt, um Gallia und Germania Judaica in das 21. Jahrhundert zu holen.